Der Verlag in deinem eigenen Rechner: Neun Abteilungen, sechs Wochen, ein Buch
Erscheint am Sonntag, 22. November 2026 um 7 Uhr
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Ein Verlag ist kein Gebäude, sondern eine Abfolge von Abteilungen: Ideenprüfung, Recherche, Wissensextraktion, Stimme, Schreibwerkstatt, Lektorat und Korrektorat, Buchsatz, Cover, Vertrieb. Alles davon kannst du heute mit KI-Werkzeugen in deinem eigenen Rechner abbilden, bis auf zwei Dinge: das menschliche Lektorat vor der Veröffentlichung und die Entscheidungen. In dieser Folge gehe ich mit dir durch alle neun Abteilungen und zeige, wo die Maschine arbeitet, wo du arbeitest und warum sechs Wochen bis zum satzfertigen Manuskript realistisch sind.
Quellen
- Eigenes System KI Buch Power: digitaler Verlag mit neun Abteilungen
- Börsenverein, Buchmarkt kompakt 2025/2026: Rückgang der Neuerscheinungen um 9,8 Prozent
Transkript zum Nachlesen
Herzlich willkommen bei KI Buch Power, deinem Buchpodcast für alle, die mit ihrem Buch sichtbar werden wollen. Ich bin Janet Zentel. Fünf Minuten, ein Thema, ein Schritt für dein Buch. Heute zum Abschluss dieser ersten Staffel die große Frage: Wie entsteht ein Buch eigentlich, und was davon kannst du heute selbst?
Ich habe in achtzehn Jahren mit Verlagen gearbeitet und ohne. Und ich habe irgendwann verstanden: Ein Verlag ist kein Gebäude und kein Logo auf dem Buchrücken. Ein Verlag ist eine Abfolge von Abteilungen, durch die ein Manuskript wandert. Neun Stück. Und fast jede davon kannst du heute in deinem eigenen Rechner nachbauen.
Abteilung eins: Das Lektorat der Idee. Im Verlag heißt das Programmkonferenz. Jemand prüft, ob dein Thema trägt, wer es lesen soll und was es von den anderen Büchern unterscheidet. Das kannst du mit KI tun, wenn du ihr die Marktanalyse aus Folge sechzehn gibst und sie zwingst, ehrlich zu sein.
Abteilung zwei: Recherche und Wissensarchiv. Alles, was du zum Thema schon hast: Vorträge, Mails, Notizen, alte Artikel, Folien. Früher lag das verstreut auf der Festplatte. Heute durchsucht ein KI-Werkzeug deinen Rechner, ordnet es und sagt dir, was fehlt.
Abteilung drei: Wissensextraktion. Das ist das Diktieren aus der letzten Folge. Fragen, Antworten, Sprachaufnahmen. Dein Wissen verlässt deinen Kopf.
Abteilung vier: Die Stimme. Ein Stilarchiv aus Texten, die nach dir klingen, damit alles, was später entsteht, deine Handschrift trägt und nicht die der Maschine.
Abteilung fünf: Die Schreibwerkstatt. Hier entsteht aus Material und Stimme Kapitel für Kapitel der Text. Mit KI, aber unter deiner Regie, mit Freigabe nach jedem Kapitel.
Abteilung sechs: Lektorat und Korrektorat. Zuerst die Maschine, wie in Folge fünfzehn beschrieben, mit Begründung für jede Änderung. Dann, und das ist nicht verhandelbar, ein Mensch. Vor der Veröffentlichung liest eine Lektorin, die nicht du bist und nicht die Maschine.
Abteilung sieben: Der Buchsatz. Aus dem Manuskript wird ein Buch mit Seiten, Rändern, Schriften. Heute gibt es Werkzeuge, die das in Minuten erledigen, und du prüfst das Ergebnis.
Abteilung acht: Das Cover. Mit KI-Bildwerkzeugen entstehen Entwürfe, aus denen du wählst. Mit der ehrlichen Angabe bei Amazon, dass es KI-generiert ist, wie in Folge vier besprochen.
Abteilung neun: Vertrieb und Veröffentlichung. Hochladen, Preis festlegen nach der Rechnung aus Folge zehn, Beschreibung, Kategorien, Leserliste, Begleitseite. Und dann der Start.
Neun Abteilungen. Sieben davon kann die Maschine weitgehend übernehmen. Zwei bleiben bei Menschen: das Lektorat vor der Veröffentlichung und jede einzelne Entscheidung auf dem Weg. Was rein kommt, was raus kommt, wie es heißt, was es kostet. Das ist dein Buch, und es bleibt dein Buch, weil du an jeder Tür stehst.
Wie lange dauert das? Ich sage: sechs Wochen bis zum satzfertigen Manuskript, acht Wochen bis zur Veröffentlichung. Nicht, weil man sechs Wochen lang jeden Tag schreiben muss, sondern weil die Abteilungen nacheinander arbeiten und jede ihre Zeit braucht. Wer sein Wissen hat, schafft das neben dem Beruf.
Warum erzähle ich dir das zum Abschluss? Weil die Zahl aus der ersten Folge noch im Raum steht: zehn Prozent weniger Neuerscheinungen. Die Verlage werden vorsichtiger. Aber die Abteilungen, die sie vorsichtig machen, stehen dir heute offen. Du brauchst keinen Verlag, der Ja sagt. Du brauchst einen Weg, der funktioniert, und die Ehrlichkeit, ihn offen zu gehen.
Und noch ein Wort zu den Türen, weil die Reihenfolge entscheidet. Die meisten, die scheitern, fangen in Abteilung fünf an, der Schreibwerkstatt. Sie setzen sich hin und wollen schreiben, ohne die Idee geprüft, ohne Material gesammelt, ohne das Wissen aus dem Kopf geholt, ohne die Stimme definiert zu haben. Die Wahrheit ist: Die ersten vier Abteilungen sind die Arbeit. Dort entscheidet sich, ob das Buch deines wird. Das Schreiben selbst ist dann fast das Leichteste. Deshalb gilt bei mir: Keine Tür wird übersprungen, und die nächste öffnet sich erst, wenn die vorige wirklich erledigt ist. Das ist der Grund, warum die Bücher fertig werden und nach den Menschen klingen, die sie geschrieben haben.
Dein Fünf-Minuten-Schritt für heute: Schreib die neun Abteilungen untereinander und mach hinter jede ein Zeichen. Ein Häkchen, wo du schon etwas hast. Ein Kreuz, wo noch nichts ist. Ein Fragezeichen, wo du nicht weißt, wie. Das ist dein Bauplan. Und wenn bei dir viele Fragezeichen stehen: Genau dafür habe ich KI Buch Power gebaut. Einen begehbaren Verlag mit neun Türen, durch den ich dich führe, von der Idee bis zum Buch auf Amazon.
Das war dein Buch-Snack für heute und der letzte dieser ersten Staffel. Danke, dass du dabei warst. Alle Quellen und alle Folgen findest du in den Shownotes und bei KI Buch Power. Und damit du es ein letztes Mal weißt: Diese Folge wurde mit meiner eigenen geklonten KI-Stimme eingesprochen. Bis zum nächsten Snack.
Folge 20 von KI Buch Power, deinem Buchpodcast mit Janet Zentel. Eingesprochen mit der geklonten KI-Stimme von Janet Zentel.