Nur sechs Prozent fragen die KI nach Buchtipps. Noch. Wie dein Buch in den KI-Antworten auftaucht
Erscheint am Freitag, 20. November 2026 um 7 Uhr
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Eine Umfrage zur Frankfurter Buchmesse zeigt: Erst 6 Prozent haben KI-Assistenten nach Buchtipps gefragt, in der Generation Z sind es schon 20 Prozent. Gleichzeitig entdeckt jeder Vierte Bücher in sozialen Medien. Die Buchmesse widmete der „Auffindbarkeit im Zeitalter der KI-Suche“ eine eigene Veranstaltung. In dieser Folge erkläre ich, was Generative Engine Optimization für Autorinnen und Autoren bedeutet und wie du mit drei einfachen Maßnahmen dafür sorgst, dass ChatGPT, Claude und Gemini dein Buch kennen.
Quellen
- dpa / Heidelberg24: Umfrage zur Frankfurter Buchmesse 2026: 6 Prozent fragen KI nach Buchtipps, Gen Z 20 Prozent, 25 Prozent entdecken Bücher in sozialen Medien
- Frankfurter Buchmesse 2026, Fachprogramm: „GEO Hacks: Getting Your Books Found in the Age of AI Search“, 7. Oktober 2026, Global Stage
- Aggarwal et al.: GEO: Generative Engine Optimization, arXiv, November 2023 (Ursprung des Begriffs)
Transkript zum Nachlesen
Jonas: Herzlich willkommen bei KI Buch Power, deinem Buchpodcast für alle, die mit ihrem Buch sichtbar werden wollen. Ich bin Jonas, und bei mir ist Janet Zentel. Fünf Minuten, ein Thema, ein Schritt für dein Buch. Heute: Wie dein Buch gefunden wird, wenn niemand mehr googelt, sondern alle die KI fragen. Janet, zur Frankfurter Buchmesse gab es eine Umfrage, wie Menschen in Deutschland ihren Lesestoff finden. Was kam dabei heraus?
Janet: Zwei Zahlen. Erstens: Jede vierte Person hat schon einmal ein Buch über soziale Medien entdeckt. Zweitens: Sechs Prozent aller Befragten haben schon einmal einen KI-Assistenten nach Buchtipps gefragt. Sechs Prozent klingt nach wenig. Aber in der Generation Z, also bei den jungen Erwachsenen, sind es bereits zwanzig Prozent. Jede fünfte junge Person fragt die KI, was sie lesen soll. Und die Buchmesse hat reagiert: Im Fachprogramm gab es eine eigene Veranstaltung mit dem Titel, wie deine Bücher im Zeitalter der KI-Suche gefunden werden. Das Fachwort dafür heißt Generative Engine Optimization, kurz GEO. Der Begriff stammt aus einer Forschungsarbeit von Ende zweitausenddreiundzwanzig. Gemeint ist: Früher hast du deine Webseite so gebaut, dass Google sie oben anzeigt. Jetzt geht es darum, dass die KI dich nennt, wenn jemand fragt, welches Buch bei Thema X hilft. Und das ist für Autorinnen wichtiger als die alte Suche, denn die KI zeigt keine Liste mit zehn Treffern. Sie nennt zwei, drei Bücher. Wer da nicht vorkommt, existiert für diese Person nicht.
Jonas: Wie wird mein Buch denn für die KI sichtbar? Was machst du selbst?
Janet: Drei Dinge. Erstens: Klare Fakten an einem Ort. Die KI liebt Eindeutigkeit. Eine Autorenseite, auf der steht: Name, Thema, Titel, Untertitel, Erscheinungsjahr, für wen das Buch ist und welches Problem es löst. In ganzen Sätzen, nicht in Werbesprache. Nicht: das ultimative Buch für deinen Durchbruch. Sondern: Dieses Buch zeigt Pflegekräften im Nachtdienst, wie sie trotz Schichtarbeit gesund essen. Genau so einen Satz kann eine KI aufgreifen. Zweitens: Dieselben Angaben überall. Auf Amazon, bei tolino, auf deiner Seite, auf deinem Profil in den Netzwerken, in Interviews. Wenn dein Buch an fünf Orten fünf verschiedene Untertitel hat, verwirrt das die Maschine genauso wie den Menschen. Konsistenz ist das halbe GEO. Drittens: Erwähnungen durch andere. Die KI gewichtet, was unabhängige Quellen über dich sagen. Ein Interview in einem Fachpodcast, ein Gastbeitrag, eine Rezension in einem Blog, ein Eintrag in einem Branchenverzeichnis. Jede Erwähnung ist ein Signal: Diese Person und dieses Buch gehören zu diesem Thema.
Jonas: Woran merke ich, dass mich das Thema längst betrifft?
Janet: Wenn die KI dein Buch mit einem falschen Untertitel nennt, mit einem falschen Erscheinungsjahr oder dich einem Thema zuordnet, das du vor fünf Jahren einmal bearbeitet hast. Dann hat sie dich gefunden, aber in alten oder widersprüchlichen Quellen. Das ist der häufigste Fall, und er ist leicht zu beheben: Aktualisiere die Orte, die sie liest. Deine Autorenseite, dein Profil, die Amazon-Beschreibung, deine Verzeichniseinträge. Die KI-Systeme lesen das Netz regelmäßig neu. Was heute falsch ist, kann in ein paar Wochen richtig sein, wenn die Quellen stimmen. Du hast mehr Einfluss, als es sich anfühlt. Und es gibt etwas, was die alte Suchmaschinenwelt nie konnte: Du kannst die KI direkt fragen, was sie über dich weiß.
Jonas: Das klingt nach dem Fünf-Minuten-Schritt.
Janet: Genau. Öffne drei KI-Assistenten, zum Beispiel ChatGPT, Claude und Gemini. Stell jedem dieselbe Frage, so wie eine Leserin sie stellen würde: Welches deutschsprachige Buch empfiehlst du zu, und dann dein Thema. Schau, ob du vorkommst. Dann frag: Was weißt du über, und dann dein Name. Schreib auf, was fehlt oder falsch ist. Das ist deine Aufgabenliste für die nächsten Wochen. Wenn du noch kein Buch hast, mach dasselbe mit deinem Thema und schau, wer genannt wird. Das sind die Bücher, neben denen deines stehen muss. Sechs Prozent heute. Zwanzig Prozent bei den Jungen. In drei Jahren fragt die Hälfte deiner Zielgruppe zuerst die KI. Wer dann bekannt sein will, fängt heute an. Das war dein Buch-Snack für heute. Alle Quellen findest du in den Shownotes. Wenn du dein eigenes Expertenbuch schreiben willst, schau bei KI Buch Power vorbei, der Link steht ebenfalls in den Shownotes. Und damit du es weißt: Diese Folge wurde mit meiner eigenen geklonten KI-Stimme eingesprochen, und auch Jonas ist eine KI-Stimme.
Jonas: Bis zum nächsten Snack.
Folge 12 von KI Buch Power, deinem Buchpodcast mit Janet Zentel. Eingesprochen mit der geklonten KI-Stimme von Janet Zentel. Jonas ist ebenfalls eine KI-Stimme.